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Lexikon

Melanin: Eumelanin, Phäomelanin und Haarpigmente

Melanin bezeichnet Pigmente, die zur natürlichen Haarfarbe beitragen. Eumelanin und Phäomelanin unterscheiden sich chemisch und tragen unterschiedlich zu den Farbtönen bei.

Hauptthema: Haarfarben · Weiteres Thema: Haarstruktur

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Melanin ist ein Sammelbegriff für Pigmente, die unter anderem zur natürlichen Haarfarbe beitragen. Für Haarfarben werden vor allem zwei chemisch unterschiedliche Formen unterschieden: braunes bis schwarzes Eumelanin und gelbliches bis rötliches Phäomelanin. Wie viel von beiden vorhanden ist, beeinflusst den Farbton.[1][2]

Wo das Pigment für Haare entsteht

Pigmentbildende Zellen heißen Melanozyten. Im Haarbulbus, dem unteren Bereich des Haarfollikels, bilden sie Melanin in Melanosomen, kleinen Zellorganellen. Pigmenthaltige Einheiten werden an benachbarte Zellen weitergegeben und in die entstehende Haarfaser eingebaut.[1]

Melanin, Melanozyt und Melanosom bezeichnen deshalb nicht dasselbe: das Pigment, die pigmentbildende Zelle und die Zellorganelle. Die Pigmentierung des wachsenden Haars ist an die aktive Wachstumsphase gekoppelt.[1][4] Der Haaraufbau beschreibt dagegen die Struktur der sichtbaren Faser.

Was du daraus nicht ableiten kannst

Ein alltäglicher Farbname ist kein genauer Pigmentmesswert. Die Haarfarbe wird durch mehrere Gene mitbestimmt; sie lässt sich nicht auf eine einzige Melaninart oder ein einzelnes „Farbgen“ reduzieren.[2]

Beim Ergrauen nimmt die Pigmentierung ab; es entsteht kein zusätzlicher grauer Farbstoff.[4] Das ist von kosmetisch aufgebrachter Farbe zu unterscheiden. Die Zusammenhänge und ihre Grenzen erklärt der Ratgeber „Haarfarben verstehen“. Dieser Lexikoneintrag ist eine Begriffserklärung, keine Anleitung zur Veränderung der Pigmentbildung.

Quellen

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